Sport bei Herzerkrankungen – erlaubt oder gefährlich?
- Melissa Tscherne
- 6. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Viele Menschen mit Herzerkrankungen stellen sich dieselbe Frage:„Darf ich überhaupt noch Sport machen?“Die Sorge ist verständlich – schließlich will man nichts falsch machen. Die gute Nachricht:In den meisten Fällen ist Sport nicht nur erlaubt, sondern dringend empfohlen. Entscheidend ist das Wie – und die richtige Begleitung.
🫀 Warum Bewegung wichtig ist – gerade fürs Herz
Das Herz ist ein Muskel – und wie jeder Muskel bleibt er durch Bewegung leistungsfähig. Regelmäßige körperliche Aktivität kann:
den Blutdruck senken
den Cholesterinspiegel verbessern
das Herz-Kreislauf-System stärken
die Belastbarkeit im Alltag erhöhen
das Risiko für Folgeerkrankungen reduzieren
Studien zeigen: Wer sich regelmäßig, aber angepasst bewegt, hat bessere Prognosen – auch nach einem Herzinfarkt oder bei Herzschwäche.
❗ Aber: Nicht jede Bewegung ist gleich gut
Sportarten, die gut geeignet sind:
Gehen
Radfahren
Schwimmen
Nordic Walking
Yoga
Krafttraining
Vorsicht geboten ist bei:
Wettkampfsport
Hochintensivem Intervalltraining (HIIT)
Sportarten mit plötzlicher Belastungsspitze (z. B. Tennis, Squash)
Hier ist vorab immer ein medizinischer Check nötig.
✅ Für wen ist Sport erlaubt?
Erkrankung | Bewegung erlaubt? | Empfehlung |
Bluthochdruck | ✅ Ja | Regelmäßig, ideal: Ausdauer + Krafttraining |
Koronare Herzkrankheit (KHK) | ✅ Ja, mit Plan | Nach Belastungs-EKG & ärztlicher Freigabe |
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) | ✅ Ja, angepasst | Unter Anleitung – durch Med. Trainingstherapie |
Nach Herzinfarkt / OP | ✅ Mit Reha-Plan | Kardiologische Nachsorge & moderates Training |
Wichtig: Individuelle Rücksprache mit Ärzt:in ist Voraussetzung – besonders bei Veränderungen im Zustand.
🧭 Woran erkenne ich, dass ich mich nicht überlaste?
Achte auf Warnsignale:
Atemnot stärker als üblich
Brustschmerzen oder Druckgefühl
Herzstolpern oder starker Puls
Schwindel oder Unwohlsein
Dann sofort abbrechen und ärztlich abklären.
🗓 So kannst du starten – sicher & gesund
Arzt oder Kardiologe kontaktieren– ggf. Belastungs-EKG oder Herzultraschall
Langsam anfangen, z. B. 10–15 Minuten pro Tag spazieren
Steigern in kleinen Schritten – keine Eile!
Körperwahrnehmung schulen – auf Signale hören
Therapeutisch begleitet trainieren– mithilfe einer medizinischen Trainingstherapeutin
❤️ Fazit: Bewegung ist Therapie – kein Risiko (wenn richtig gemacht)
Sport ist bei den meisten Herzerkrankungen nicht nur erlaubt, sondern ein wichtiger Teil der Behandlung.Das Ziel ist nicht, sportliche Höchstleistungen zu erbringen – sondern Lebensqualität zu steigern, Symptome zu lindern und langfristig gesund zu bleiben.
👉 Mit moderatem Start und professioneller Unterstützung ist Bewegung sicher – und sinnvoll.
🗨 Du willst anfangen – aber weißt nicht wie?
Ich begleite dich gern mit einem individuell angepassten Bewegungskonzept. Melde dich für ein unverbindliches Erstgespräch.
Kommentare